Ziele der heilpädagogischen Begleitung mit dem Pferd

Die Klienten werden in der Begegnung mit dem Pferd sich selbst wieder ganz annehmen können, indem sie mit sich selbst einig und einverstanden sind. Das Meidungsverhalten, sich vor sich selbst zu flüchten und gegen sich selbst zu kämpfen, soll in der Begegnung mit dem Pferd unterbunden werden. Unter Beachtung der eigenen Wünsche und Vorstellungen sollen die Klienten ihre Bedürfnisse wahrnehmen und annehmen. Sie spüren und erleben, dass sie mit dem Bedürfnis, dem Wunsch und der Vorstellung vom eigenen Ich angenommen werden.

Bauen die Klienten eine verlässliche Beziehung zu sich selbst auf, so sind sie in der Lage, eine verlässliche Beziehung zu anderen aufzubauen und zu halten. In diesen Prozessen können sich persönliche Kraftpotentiale entfalten, indem sie eigene Ressourcen, Stärken und Fähigkeiten entdecken und diese verfügbar machen. Sie werden durch die Begleitung mit dem Pferd ermutigt, Probleme einzuschätzen, Veränderungsmöglichkeiten zu erproben und ihre Erfahrung in der Erprobung in konkrete Alltagssituationen zu übertragen.

Durch ihren (Entscheidungs-)Freiraum beim Säubern der Pferdeboxen, in der Pferdepflege, bei der Fütterung und Begleitung erfahren die Klienten einen Perspektivwechsel. Sie erkennen, wer sie sind und was sie wollen; dies können sie dann auch ausdrücken und in die Tat umsetzen.

In der Begegnung mit dem Pferd erfahren sie:

  • ein freies Wählen von Distanz und Nähe,
  • dass sie sich selbst begegnen können ohne Druck und Zwang,
  • dass sie aus der Opferrolle kommen und ins Tun finden,
  • Geborgenheit und Sicherheit, Zuneigung und Berührung
  • Freude und Spaß in der Begegnung mit dem Pferd,
  • in Gruppenaktivitäten die Förderung des Gemeinschaftssinns,
  • und allgemein gefasst, die Stärkung der sozialen Kompetenzen, um das Gefühl zu erhalten und zu stärken, wieder gebraucht zu werden.